{"id":620,"date":"2016-03-23T18:17:31","date_gmt":"2016-03-23T17:17:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tkd-news.de\/?p=620"},"modified":"2016-03-23T23:49:59","modified_gmt":"2016-03-23T22:49:59","slug":"die-renitenten-deutschen-funktionaere","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tkd-news.de\/?p=620","title":{"rendered":"Die renitenten deutschen Funktion\u00e4re !?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Analysiert man den Bittbrief des Herrn Park vom 13.2.2016 an Herrn Pragalos als sein ETU Mitvorstand sowie dessen Antwortschreiben, bewahrheitet sich nicht nur die naheliegende Erkenntnis, dass nichts im Funktion\u00e4rsdasein unabgesprochen passiert. Vielmehr muss das Rechtsverst\u00e4ndnis beider Herren auf den Pr\u00fcfstand gestellt und einer kritischen Bewertung zugef\u00fchrt werden.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Antizipiert entschuldigt Herr Park\u00a0in der \u00fcblichen fern\u00f6stlich devoten Form bei ETU-Pr\u00e4sidenten f\u00fcr die Defizite im\u00a0DTU-Vorstand unter seiner F\u00fchrung, die ihm entglitten sei. So etwas nennet man in Westeuropa Armutszeugnis.<\/p>\n<p>Die Renitenz der DTU gegen\u00fcber der ETU beklagt Herr Park unter Hinweis auf\u00a0mehrere Bespiele: Priorit\u00e4r nennt er die inakzeptable Unwilligkeit der DTU, die Satzungshoheit der ETU an zu erkennen. Im Klartext: die ETU gibt der DTU vor, wie sie ihre innere Verfassung zu gestalten habe. Stets muss jedoch aus Sicht der ETU das \u00dcber-\/Unterordnungsverh\u00e4ltnis gewahrt sein. Anders gewendet: die ETU beschlie\u00dft und\u00a0die DTU hat nicht auf zu mucken, sondern lediglich -quasi als verl\u00e4ngerter Arm- die ETU-Anweisungen \/ Beschl\u00fcsse umzusetzen. Das ganze selbstredend als Einbahnstra\u00dfe wirtschaftlich zu Gunsten der ETU (Coachlizenz, GAL-Karte und Kukkiwon-Politik). Wie die DTU ihrerseits diese finanziellen Lasten kaskadenf\u00f6rmig ihren Landesverb\u00e4nde, den Vereinen, den Vereinsmitgliedern und Trainern etc &#8222;verkauft&#8220;, ist Problem der DTU. Sie hat letztlich nur Geld abzuliefern f\u00fcr durchaus zweifelhafte, weil\u00a0entbehrliche Gegenleistungen.<\/p>\n<p>Lizenzvergaben, sei es in Form von Caochlizenzen oder Gal-Karten oder wie auch immer man\u00a0neue Geldquellen bezeichnet, setzten stets voraus, dass der Lizenzgeber Inhaber eines Rechtes ist, an denen er Dritte -im Wege der Lizenz- partizipieren l\u00e4sst. Ein solches &#8222;Recht&#8220; hat die ETU weder geschaffen noch erworben. Vielmehr erwachsen die Anspr\u00fcche der ETU allein\u00a0aus dem\u00a0Zwang f\u00fcr alle nachgeordneten Verb\u00e4nde \/ Vereine \/ Sportler \/ Trainer \/ Coache, dasjenige umzusetzen, was der ETU-Vorstand zur Befriedigung seines Kapitalbedarfes erfindet und in Beschlussform gie\u00dft. Er zieht formale H\u00fcrden ein, die es zuvor nicht gab. Die Regeln werden aus ETU-Sicht quasi von hoher Hand vorgegeben: Wer nicht folgt, darf nicht mehr mitspielen und wird im schlimmsten Fall suspendiert.<\/p>\n<p>Kartellrechtlich ein Fall der gleicherma\u00dfen rechtswidrigen wie schamlosen Ausnutzung einer Monopolstellung. Nur mal so als Denkansto\u00df.<\/p>\n<p>Bar jeder Bodenhaftung und fern der europ\u00e4ischen Rechtsordnung ist die Androhung des Herrn Pragalos, eine Gruppe von\u00a0&#8222;Visitatoren&#8220; zur DTU zu entsenden, der dort tempor\u00e4r die F\u00fchrung \u00fcbernimmt und\u00a0den &#8222;Laden&#8220; wieder auf ETU-Kurs bringt, indem er ausschlie\u00dflich ETU-genehme DTU-Vorst\u00e4nde inauguriert. Selbstverst\u00e4ndlich hat die DTU die gesamten Kosten der &#8222;Visitatoren&#8220; zu tragen.<\/p>\n<p>Zur Erl\u00e4uterung: Visitatoren wurden fr\u00fcher vom Heiligen Stuhl entsandt, um &#8222;verirrte&#8220; Schafe wieder zur\u00fcck auf die Spur der allein selig machenden Glaubensrichtung zu bringen. Falls dieser freundliche Besuch nicht den gew\u00fcnschten Erfolg brachte, folgten \u00fcblicher Weise Gesandte der Heiligen Inquisition.<\/p>\n<p>Vermutlich w\u00e4ren die ETU-Visitatoren heutzutage nicht mit einer bescheidenen Klause bei kargem Brot und Wasser zufrieden zu stellen.<\/p>\n<p>Viel entscheidender als unsinnige Kostentragungsregelungen ist die arrogante Selbstherrlichkeit, mit der Herr Pragalos meint, das geltende (Vereins-)Recht &#8222;ex autoritate&#8220; au\u00dfer Kraft setzen zu k\u00f6nnen. Allein dies ist der Grund, warum die ETU so verbissen die &#8222;Satzungsangleichung&#8220; einfordert. Diese Zeiten sind -auch Dank der\u00a0FIFA- zum Gl\u00fcck beendet.<\/p>\n<p>Ausschlie\u00dflich die Verbandsmitglieder erteilen\u00a0im Rahmen von\u00a0Mitgliederversammlungen dem DTU-Verbandsvorstand -\u00e4hnlich einer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung- Weisungen, wie sich der Vorstand zu positionieren hat. Im Klartext: Was er zu tun und zu lassen hat. Der unbefangene Beobachter k\u00f6nnte zu der Auffassung gelangen, dass der ETU-Pr\u00e4sident die DTU im Wege der Gleichschaltung (sprich Satzungsangleichung) Weisungen erteilen m\u00f6chte, die die innere Vereinsangelegenheiten betreffen.<\/p>\n<p>Der Verfasser hofft, ja erwartet von jeden verantwortungsvollen Verbandsvorstand, dass er zu aller erst und ausschlie0lich die Interessen der von ihm repr\u00e4sentierten Sportler wahrnimmt und sch\u00fctzt und im Zweifel nur solchen Ma\u00dfnahmen zustimmt, die\u00a0zu deren\u00a0Vorteil gereichen. Hierzu z\u00e4hlt auch die strikte Zur\u00fcckweisung irgendwelcher neuen Hemmnisse \/ Lizenzen \/ Zulassungsh\u00fcrden, die von der ETU erfunden werden und die -\u00e4hnlich wie im Mittelalter die Ablassbriefe- ausschlie\u00dflich im Wege der Geldzahlung an die ETU zu \u00fcberwinden sind.<\/p>\n<p>Der Verfasser ist seit vielen Jahren 2. Vorsitzender eines NWTU-Mitgliedvereins.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analysiert man den Bittbrief des Herrn Park vom 13.2.2016 an Herrn Pragalos als sein ETU Mitvorstand sowie dessen Antwortschreiben, bewahrheitet sich nicht nur die naheliegende Erkenntnis, dass nichts im Funktion\u00e4rsdasein unabgesprochen passiert. 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